Laufende auf der Straße, von der Seite gesehen
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Vier Wege, ein Laufmuster zu beurteilen

Wir verkaufen einen davon. Unten steht auch, worin die anderen drei besser sind, ein Vergleich, in dem der Verfasser überall gewinnt, ist kein Vergleich.

In einer Tabelle

Die Beträge sind Größenordnungen zum Einordnen, keine Angebotspreise. Alle Angaben netto.

Kamera (dies)IMU-Sensoren3D-BewegungslaborAugenmaß
AnschaffungKamera + Stativ2.000-6.000 €ab 50.000 €nichts
Je Messung€ 20,00 oder AbonnementJahreslizenzLaborzeitnichts
Rüstzeit je Person± 1 Minute5-10 Minuten20-45 Minutenkeine
Rotation des Beinsneinjajabegrenzt
Kräfte und Stoßbelastungneinjaja (mit Platte)nein
Gelenkwinkel in der Ebenejabegrenztja, am genauestenSchätzung
Außerhalb der Praxis nutzbarjajaneinja
Zwischen Beurteilenden reproduzierbarjajajanein
Bericht für die Aktejajajawas Sie notieren

Gegenüber IMU-Sensoren

Sensoren am Körper messen Beschleunigungen und Drehungen unmittelbar. Das liefert zwei Dinge, die eine Kamera nicht kann: die Rotation eines Segments um seine Längsachse und ein Maß für die Stoßbelastung bei der Landung. Wer genau danach fragt, ist mit einem IMU-System besser bedient, und das bleibt so.

Wo es hakt, ist die Hürde je Messung. Sensoren anlegen, koppeln, kalibrieren und hinterher wieder abnehmen kostet fünf bis zehn Minuten, und das genügt, um an einem vollen Nachmittag übersprungen zu werden. Die Messung, die nicht stattfindet, ist weder genau noch ungenau.

Dazu kommt die Platzierung: Was ein Sensor misst, hängt davon ab, wo er sitzt. Ein leicht verrutschter Gurt liefert andere Zahlen, und bei einer Kontrolle in drei Monaten ist das eine Quelle von Unterschied, die nichts mit der Patientin zu tun hat.

Gegenüber einem Bewegungslabor

Ein optoelektronisches System mit Markern und Kraftmessplatten ist die Referenz. Alles, was hier gemessen wird, wird dort genauer gemessen, in drei Dimensionen und mit Kräften. Wenn ein Labor erreichbar ist und die Fragestellung es rechtfertigt, ist das die bessere Messung.

Der Unterschied liegt darin, was ein Labor kostet und wie oft man hingeht. Eine halbjährliche Kontrollmessung im Labor findet nicht statt; eine neben dem eigenen Laufband schon. Für das Verfolgen einer Veränderung über die Zeit gewinnt die Messung, die tatsächlich gemacht wird.

Gegenüber Apps für Endkunden

Es gibt Smartphone-Apps, die eine Aufnahme in eine Punktzahl und eine Liste von Empfehlungen verwandeln. Sie sind günstig und gelegentlich technisch ansprechend. Zwei Dinge machen sie für eine Praxis untauglich.

Erstens sagen sie selten, wann die Messung nichts taugte. Eine App, die bei 30 Bildern pro Sekunde mit derselben Bestimmtheit eine Bodenkontaktzeit nennt wie bei 240, liefert eine Zahl, unter der nichts liegt. Zweitens gehen sie den Schritt zur Aussage sehr wohl: und sobald Software eine Beschwerde deutet oder eine Behandlung vorschlägt, gehört eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt dazu.

Gegenüber dem bloßen Auge

Das Auge einer erfahrenen Behandlerin schlägt Software in einer Sache, auf die es wirklich ankommt: Es sieht den ganzen Menschen, einschließlich dessen, was in 26 Punkten nicht steckt. Schonhaltung, Anspannung, wie jemand auf das Band steigt. Da kommt keine Messung heran.

Wo das Auge verliert, ist beim Wiederholen. Dieselbe Aufnahme zwei Monate später ergibt nicht dasselbe Urteil, und eine Kollegin kommt wieder auf etwas anderes. Das ist keine Kritik am Auge, sondern eine Eigenschaft davon. Deshalb übernimmt dieses Werkzeug die Messarbeit und lässt das Urteil bei der behandelnden Person, und nicht umgekehrt.

Häufige Fragen

Kann ich das neben Sensoren einsetzen?
Ja, und das ist sinnvoll: die Kamera liefert die Stellungen in der Ebene, die Sensoren die Rotationen und den Stoß. Sie messen Verschiedenes, widersprechen sich also nicht, sondern ergänzen sich.
Warum nicht zwei Kameras für 3D?
Weil zwei Kameras synchron laufen und kalibriert sein müssen, und das ist ein Aufbau und kein Stativ. Technisch möglich, und nicht geplant: es würde die Hürde je Messung erhöhen, und genau darauf gewinnt dieses Verfahren.
Ist markerlos ungenauer als mit Markern?
Für die großen Gelenke ist der Unterschied auf Video klein, denn ein Marker auf der Haut sitzt auch nicht auf dem Knochen. Für Fuß und Sprunggelenk macht es mehr aus. Der größte Gewinn des markerlosen Verfahrens ist nicht die Genauigkeit, sondern dass die Messung tatsächlich stattfindet.

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Loslegen

Messinstrument, keine Diagnose. Die Deutung liegt bei der behandelnden Person.

Ein Bewegungslabor mit Infrarotkameras auf Stativen und Kraftmessplatten im Boden
Ein optoelektronisches Bewegungslabor: die Referenzmessung. Genauer als alles, was hier steht, in drei Dimensionen und mit Kraften. Und genau deshalb geht niemand mit derselben Patientin halbjahrlich dorthin.

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